Das Berliner Start-up BigRep entwickelt riesige 3D-Drucker, die kostengünstig Prototypen und industrielle Produkte in geringer Stückzahl herstellen.

Das Start-up BigRep will mit einem riesigen 3D-Drucker die Produktion industrieller Einzelteile ermöglichen. Gedruckt werden sollen damit etwa Rotoren für Windturbinen oder Karosserieteile von Bussen. Die ersten 100 3D-Drucker hat BigRep schon verkauft. Derzeit nutzen Kunden die 1,3 Kubikmeter großen Drucker vor allem noch für die Herstellung von Prototypen.

Im November 2015 erhielt das Start-up von Investoren sieben Millionen Euro. Das Geld soll vor allem ins Marketing fließen, daneben wollen die Geschäftsführer ihre Drucker noch weiter verbessern, sodass sie noch schneller werden. Zusätzlich plant BigRep eine Onlineplattform, auf der Firmen ihre 3D-Daten sicher speichern können.

Gewinne könnte das Unternehmen nach eigener Aussage ab 2017 erzielen. Doch die Chefs lassen sich die Option offen, ob sie auf schwarze Zahlen setzen oder für das Wachstum noch mal eine neue Finanzierungsrunde anschieben. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir weiteres Geld aufnehmen“, sagt Co-Geschäftsführer Stephan Beyer.

Steckbrief
BigRep
Geschäftsführer: René Gurka (Gründer), Stephan Beyer
Gründung: 2014
Sitz: Berlin
Umsatz: einstelliger Millionenbetrag in 2015
Mitarbeiter: 50
Finanzierung: sieben Millionen Euro im November 2015
Investoren: Köhler Ventures, B-to-v, Business Angel