Auf der SXSW Eco präsentieren sich Start-ups mit nachhaltigem Geschäftsmodell – aus Deutschland ist in diesem Jahr Little Sun dabei.

1987 starteten Zeitungsverleger eine Musikmesse im texanischen Austin, inzwischen gehört die SXSW zu den wichtigsten Technologiekonferenzen der Welt. Seit einigen Jahren hat sie mit der SXSW Eco einen Ableger, der sich vor allem auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit fokussiert.

Fester Teil des Programms ist auch ein Wettbewerb für junge Unternehmen. Nun haben die Organisatoren die Finalisten des Wettbewerbs bekanntgegeben – und in diesem Jahr ist auch ein deutsches Start-up dabei: Little Sun aus Berlin. 

Das Start-up verkauft eine Solarlampe aus Plastik – und richtet sich damit vor allem an Menschen in Entwicklungsländern.

Schätzungen zufolge haben bis zu 1,6 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu Strom. Deshalb zahlen viele von ihnen Geld für Lampenbrennstoff – womit sie auch ihrer Gesundheit schaden, denn eine Petroleumleuchte setzt ungefähr so viel Schadstoffe frei wie eine Schachtel Zigaretten.

Um ihre Gesundheit und ihr Portmonnaie zu schonen, entwickelte der dänische Künstler Olafur Eliasson die Lampe in Form und Farbe einer Sonnenblume. Little-Sun-CEO Felix Hallwachs, der früher für Eliasson Schauen organisierte, verkauft die Lampe für etwa 20 Euro. Die Produktion kostet 5,80 Dollar, der Gewinn fließt in die Produktion weiterer Leuchten. Die Händler in Afrika verkaufen die Solarlampen für bis zu 14 Dollar weiter. Mit dem Gewinn können sie weitere Lampen erwerben und ihr Geschäft ausbauen.

Das Konzept überzeugte auch den Milliardär und Ex-Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg. Er förderte das Start-up über seine Stiftung mit einem Kredit in Höhe von fünf Millionen Dollar.

Bei der SXSW Eco will Hallwachs nun die Jury aus Investoren, Journalisten und Unternehmern überzeugen. Der Sieger wird am 12. Oktober bekanntgegeben.