Rentables Geschäft für den Berliner Inkubator Makers: Mit dem Verkauf der Anteile an Iconpeak und Bidderplace verfünfzigfacht sich der Wert seines Investments. Und das innerhalb kürzester Zeit.

Der Berliner Inkubator Makers verkauft seine Anteile an den Start-ups Iconpeak und Bidderplace für umgerechnet 8,5 Millionen Euro (10 Millionen US-Dollar). Damit erzielen die Berliner den fünfzigfachen Wert ihres ursprünglichen Investments. Käufer ist OLAmobile, ein Dienstleister aus Luxemburg, der für Unternehmen nach mobilen Werbekanälen sucht.

Makers hat den beiden Start-ups als Anschubfinanzierung einen niedrigen sechsstelligen Betrag zur Verfügung gestellt. Nach nur vier Jahren trennt sich der Berliner Inkubator nun von den Firmen – mit einer enormen Rendite. Makers-Chef Friedrich Neuman hält den Zeitpunkt des Verkaufs für richtig: Der Markt konsolidiert sich und ist umkämpfter als noch vor ein paar Jahren.

Der neue Eigentümer OLAmobile will globaler Marktführer für die Bewerbung von Apps und mobilen Angeboten werden. Mit Iconpeak und ihrer Tochterfirma Bidderplace kaufen die Luxemburger einen Vermittlerdienst hinzu, der App-Betreiber oder Publizierende im Internet mit möglichen Werbekunden zusammenbringt. Der Wachstumskurs beider Unternehmen in den letzten Jahren ist extrem beeindruckend, wird OLAmobile-Chef Antoine Moreau in einer Pressemitteilung zitiert. Neuzugang Iconpeak hat nach eigenen Angaben mehr als 30 Mitarbeiter und bedient Kunden weltweit.

Gründer führen die Unternehmen weiter

Einziger Investor war nach eigenen Angaben der Berliner Inkubator Makers, neben den Gründern gab es keine weiteren Gesellschafter. Felipe Ogibowski und Gunnar Kämpgen werden die Unternehmen weiterhin leiten. Sowohl Iconpeak als auch Bidderplace sollen als eigenständige Marken erhalten bleiben. „Für uns, sowie unseren neuen Partner OLAmobile war es fundamental wichtig, das gesamte Team in Berlin zu halten“, sagt Gründer Gunnar Kämpgen. „Die bestehende Infrastruktur sowie ihr Expertenwissen werden uns stetiges Wachstum ermöglichen.“

Die weltweiten Umsätze mit mobiler Werbung steigen enorm: innerhalb eines Jahres um 61 Prozent, von 39 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf 63 Milliarden Euro 2016. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des Werbeverbands IAB und der amerikanischen Marktanalysefirma IHS Markit. Grund dafür seien verbesserte Werbetechnologien und eine stärkere mobile Nutzung von Internetangeboten.