Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche treten heute die Gründer von Be! Street Food, Nuri Jusupow und Daniel Queng, an. Ihre Plattform vermittelt Foodtrucks für Firmen und Feiern. Wie urteilt Investor Peter Hornik?

Eine halbe Minute mit Investor Peter Hornik im Fahrstuhl: Wie lautet euer Elevator Pitch?
Wir sind die erste reine Buchungsplattform für Foodtrucks, die vom Cheeseburger bis zur Falafel alles servieren können. Kunden geben auf unserer Website den Veranstaltungsort an, wir zeigen alle Foodtrucks, die den Ort anfahren. Sie können unsere Partner nach Qualität, Preis und Auswahl vergleichen, die Speisen individuell anpassen und die Trucks buchen. Deutschlandweit stehen fast 600 zur Auswahl. Unsere Kunden sind meist Konzerne, die zum Teil für Tausende Mitarbeiter oder für Kunden Straßenessenfestivals veranstalten – und Eventagenturen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Wir haben 2014 selbst mit einem eigenen Foodtruck in Frankfurt angefangen. Da kam uns die Idee, Streetfoodfestivals für Firmen zu organisieren. Wir bekamen so viele Anfragen, dass wir die digitale Plattform starten wollten.

Und wie verdient ihr damit Geld?
Wir erhalten acht Prozent vom Umsatz jedes Foodtrucks, der über uns gebucht ist. Damit finanzieren wir unter anderem die Werbung.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d) …Wir sind vor allem pragmatisch und hinterfragen ständig alle Abläufe, um sie zu optimieren.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Zwei Drittel des Teams haben ihre Wurzeln in Russland, Kasachstan, Tadschikistan und anderen Ländern, ein Drittel ist aus Deutschland. Der Anteil der Frauen liegt bei etwa einem Drittel.

Was war euer größter Rückschlag?
Als wir in ein neues Büro gezogen sind, hat das Finanzamt die Post weiter an die alte Adresse geschickt. Weil wir nicht reagiert haben, hat uns das Amt einfach dichtgemacht – eine Woche lang.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
Dann sind wir in den USA, Europa und den Vereinigten Arabischen Emiraten die führende Buchungsplattform für Foodtrucks. Mindestens 30 Prozent des Marktes laufen dort dann über uns.

Fakten zum Start-up

Kunden: 312 Firmenkunden
Finanziert: Eigenmittel
Gründung: 2014, Westerburg im Westerwald
Mitarbeiter: 25

Würde der Profi investieren?

Idee: 3/5
Geschäftsmodell: 3/5
Timing: 5/5

Urteil: „Der Zeitpunkt ist goldrichtig. Das breite Portfolio sowie der Fokus auf Firmenkunden und Eventagenturen als Vermittler sind gut. Das Geschäft ist nicht beliebig skalierbar, hat aber Potenzial für eine grundsolide Erfolgsgeschichte.“
Peter Hornik, Gründer und Chef des Düsseldorfer Start-up-Inkubators 1st Mover

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