Der Wagniskapitalfonds wird mit einem Zielvolumen von 50 Millionen Euro aufgelegt und richtet sich an Technologie-Unternehmen in der Wachstumsphase.

Das baden-württembergische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau  hat gemeinsam mit der Staatsbank L-Bank und dem Eigenkapitalpartner LEA Partners den Wagniskapitalfonds LEA Venturepartner mit einem Zielvolumen von 50 Millionen Euro aufgelegt. Die L-Bank agiert dabei als Ankerinvestor, außerdem wird Kapital aus der Privatwirtschaft eingesammelt.

Der neue Wagniskapitalfonds soll vor allem in technologiestarke Unternehmen in der Wachstumsphase investieren. Im Fokus stehen beispielsweise Start-ups aus den Bereichen Artificial Intelligence, Augmented & Virtual Reality, Robotics, Industrial Internet of Things und Digital Health.

Risikokultur wird benötigt

„Junge innovative Unternehmen verkörpern die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Baden-Württemberg. Sie sind die Voraussetzung für einen erfolgreichen Mittelstand von morgen, der maßgeblich dazu beiträgt, Wohlstand und Arbeitsplätze im Land zu sichern. Start-ups müssen aber finanziell in der Lage sein, ihre Ideen zu verwirklichen, mit innovativen Produkten und Dienstleistungen am Markt zu starten und zu wachsen. Mit unserem neuen Wagniskapitalfonds leisten wir hierzu einen entscheidenden Beitrag. Denn Venture Capital ist ein starker Innovationstreiber und wir brauchen eine neue Risikokultur, um im internationalen Innovations-Wettbewerb bestehen zu können“, sagt Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Haushaltsmittel werden mehrfach gehebelt

Die eingesetzten fünf Millionen Euro Haushaltsmittel werden mehrfach gehebelt: Durch die L-Bank und dann durch das erforderliche Engagement privater Wagniskapitalgeber. Für jeden Euro Haushaltsmittel sollen die Start-up-Unternehmen damit weitere 20 Euro Wagniskapital erhalten.

Mit dem Abschluss der ersten Zeichnungsrunde wurde mit 22 Millionen Euro bereits fast die Hälfte des Zielvolumens eingesammelt, hieß es bei der Vorstellung des Wagniskapitalfonds. Mit diesem Fondsvolumen seien voraussichtlich zwischen 15 und 20 Investments möglich. Da diese Investments meist im Rahmen einer Konsortialfinanzierung erfolgten und andere private Investoren Teil dieser Finanzierungsrunden seien, könnten voraussichtlich 100 Millionen Euro an Investitionen für Start-ups in Baden-Württemberg mobilisiert werden.