In Karlsruhe soll der Fokus auf digitalen Unternehmen aus der Energiewirtschaft liegen. Andere Bundesländer suchen eigene Wege für den Anschub von Start-ups.

Ob Optimierung von Solarmodulen oder Smart-Home-Produkte: Die ersten vier Start-ups stellen sich auf der Seite des staatlich geförderten Accelerators Axel bereits vor. Die heute offiziell eröffnete Einrichtung in Karlsruhe soll eine Unterstützung von Start-ups „auf internationalem Niveau“ bieten, teilte die baden-württembergische Wirtschafts-Staatssekretärin Katrin Schütz heute laut Pressemitteilung mit. In verschiedenen Programmen, die von wenigen Tagen bis zu der Begleitung über ein Jahr reichen, sollen sich die jungen Unternehmen beraten lassen können.

Der Aufbau des Accelerators, der sich auf Start-ups aus der Energiewirtschaft spezialisiert, wird vom Land mit knapp 320.000 Euro gefördert. Dazu kommen Partner aus Wissenschaft und Unternhemen: Darunter sind etwa mit den Stadtwerken Karlsruhe und dem renommierten Karlsuher Institut für Technologie (KIT) aktuell vor allem regionale Partner – mit Ausnahme des niederländischen Risikokapitalgebers Inno Energy.

Insgesamt werden in Baden-Württemberg nun acht verschiedene Acceleratoren von der Landesregierung unterstützt. Dazu gehört etwa ein Life-Science-Programm mit den Standorten Mannheim, Heidelberg und Tübingen, ein IT-Schwerpunkt rund um den SAP-Hauptsitz in Walldorf sowie ein auf Umwelttechnik spezialisiertes Programm in und um Freiburg.

Fokus auf Themen oder Regionen

Mit den thematisch ausgerichteten Acceleratoren hat sich Baden-Württemberg für eine Strategie entschieden. Andere Bundesländer suchen ebenfalls ihren Weg: Niedersachen hat für dieses und kommendes Jahr insgesamt etwa 1,3 Millionen Euro geblockt, um ebenfalls acht Start-up-Zentren hochzuziehen. Hier haben sich die Projektträger jedoch auch mit einem inhaltlichen Schwerpunkt beworben: In Lüneburg soll es um die IT- und Medienbranche gehen, in Braunschweig um Mobilität. In NRW sind dagegen bislang sechs sogenannte Digi-Hubs entstanden, die über das Bundesland verteilt sind – hier sollen eher regionale Ökosysteme gestärkt werden.

Darüber hinaus werden in allen Bundesländern weitere Förderinstrumente aufgestockt oder aufgelegt. Hamburg verkündete etwa heute den Startschuss für einen „InnoFounder“ getauften Zuschuss von bis zu 75.000 Euro für junge Gründungen, NRW vergibt seit Sommer das Gründerstipendium.