Babbel wagt den Sprung in die USA: Die Berliner Entwickler rechnen sich gute Chancen in ihrem Markt aus. Ein Mitgründer geht dafür nach New York.

Das Berliner Startup Babbel will weiter wachsen – und eröffnet nun einen Ableger in den USA. Der Mitgründer und Geschäftsführer Thomas Holl geht dafür nach New York. Für das 2007 in Berlin gegründete Unternehmen ist das ein wichtiger Schritt: „Für Babbel haben die USA ein enormes Potential und wir erwarten allein für 2015 ein Wachstum im deutlichen dreistelligen Prozentbereich“, sagt Thomas Holl. Babbel ist eine Lern-App, die für jede Sprache spezifische Kurse bietet. „Wie schon in Europa wird das auch in den USA honoriert, was sich in einer starken Nutzung unserer Premium-Angebote äußert.“

Der US-Markt sei für das Unternehmen deshalb interessant, weil Fremdsprachen dort weder in der Schule noch im Berufsleben vorausgesetzt würden: Wolle jemand Sprachen lernen, bringe er sich diese nicht selten selbst bei: „Selbstbestimmtes Sprachenlernen war in der Vergangenheit ein Privileg. Mit Babbel ändern wir das und befeuern einen entsprechenden Zeitgeist, den wir global bei unseren Nutzern feststellen“, sagt Markus Witte, Gründer von Babbel.

Babbel bietet aktuell 14 Sprachen zum Lernen für sieben Ausgangssprachen an. Die Babbel-Apps werden etwa zu zwei Dritteln auf dem Smartphone genutzt, auf dem PC seien die Lern-Sitzungen dafür länger. Die meistgelernten Sprachen seien Englisch, Spanisch und Französisch. Ein Vorteil des Babbel-Modells sei die Möglichkeit, die Apps durch Datenanalyse zu verbessern. Die Informationen werden dabei anonymisiert ausgewertet.