Der Online-Autohändler Auto1 soll Gebrauchtwagenhändlern Fahrzeuge mit Defekten verkauft haben. Die klagen nun vor Gericht und fordern eine Entschädigung. 

Es ist noch keine drei Wochen her, dass der Online-Autohändler Auto1 bundesweit Aufsehen erregte: Grund war das Investment des japanischen Technologiekonzerns Softbank, der eine halbe Milliarde Euro in Auto1 steckte und das Berliner Start-up somit zum zweitwertvollsten, nicht börsennotierten, jungen Unternehmen Europas machte.

Jetzt steht das 2012 gegründete Unternehmen erneut in den Schlagzeilen, diesmal allerdings in einem negativen Zusammenhang:

Wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, soll das Unternehmen Fahrzeuge verkauft haben ohne auf Defekte hinzuweisen. Das zumindest behaupten Gebrauchtwagenhändler, die am Landgericht Berlin und dem Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg Klage gegen Auto1 eingereicht haben und nun auf eine Entschädigung pochen. Nach SPIEGEL-Informationen soll es mindestens 90 laufende oder abgeschlossene erstinstanzliche Verfahren gegen das Start-up geben.

Auf die Vorwürfe angesprochen sagte Auto1 zum Nachrichtenmagazin es sei “sehr schwierig, auf pauschale Gerüchte und Einzelaussagen im Detail einzugehen“. Aber: “Natürlich können Fehler passieren“.