Der Coworking-Anbieter WeWork vergibt weltweit Preise für innovative Start-ups. In Deutschland konnten sich Firmen mit einer sozialen Aufgabe durchsetzen.

Eine schnelle Anpassung der Prothese an den Stumpf – in zwei Stunden sollen dank der Technologie von Amparo so individuelle künstliche Gliedmaße möglich sein. Man habe es sich zur Aufgabe gemacht, „Menschen ihre Mobilität zurückzugeben“, sagt Gründer Lucas Paes de Melo. Für dieses Unterfangen wurde das Start-up gestern in Berlin mit dem ersten Platz des regionalen Creator Awards ausgezeichnet – verbunden mit 318.000 Euro Kapital für das Start-up. Hinter dem weltweiten Wettbewerb steht der Coworking-Anbieter WeWork.

Im vergangenen Jahr hatte der Anbieter 15 deutsche Start-ups in verschiedenen Wachstumsphasen mit seinen Awards ausgezeichnet, dieses Jahr gab es insgesamt drei Preise für Start-ups, drei Prämierungen für soziale Initiativen sowie eine Sonderauszeichnung und einen Preis für eine Künstlerin.

700 Bewerber um die Plätze

Für die Berliner Ausgabe, bei der sich Start-ups und soziale Organisationen aus Deutschland und den Niederlande bewerben konnten, gab es anfangs 700 Kandidaten – die Finalisten stellten sich gestern vor einer Jury vor. Insgesamt wurden fast 650.000 Euro an die Gewinner ausgeschüttet. Der Wettbewerb ist mit die höchstdotierte Auszeichnung für Start-ups in Deutschland.

Unter den Start-up-Preisträgern punktete nicht nur Amparo mit einer sozialen Komponente im Geschäftszweck oder -modell. Auf Platz zwei landete das Sprachlern-Programm Beelinguapp, auf Platz drei das datenbasierte Crowdfunding-Projekt Plan A. Alle drei Gewinner haben ihren Hauptsitz in Berlin.