Die junge Firma aus Berlin will Experten an Führungskräfte vermitteln. Eine Millionen-Finanzierung soll nun dabei helfen, das Team zu verstärken.

Um Firmenlenker mit Know-how zu unterstützen, baut Atheneum aus Berlin sein Team kräftig aus. Mit einer neuen Finanzierung in Höhe von zehn Millionen Euro will die junge Firma 70 Mitarbeiter einstellen und neue Märkte angreifen, geht aus einer aktuellen Mitteilung hervor.

Derzeit beschäftigt das Unternehmen 180 Mitarbeiter – am Hauptstandort Berlin sowie in den internationalen Büros, unter anderem in London, New York und Shanghai. „Wir planen, erheblich in unsere neuen und bestehenden Mitarbeiter zu investieren“, lässt sich Mathias Wengeler, Gründer und Geschäftsführer von Atheneum, zitieren.

Kontaktbörse für die Unternehmerwelt

Atheneum will sich als Plattform für Wissensvermittlung etablieren und wirbt damit, Entscheidern und Führungskräften Zugang zu 400.000 Experten weltweit zu verschaffen. Ziel sei es, Marktforschung und den Austausch von Know-how zu erleichtern. Mit der Unterstützung von Fachleuten sollen Firmenlenker schneller zu Entscheidungen finden. Das 2010 gegründete Unternehmen greift dafür auf Kooperationen mit Unternehmensberatungen, börsennotierten internationalen Firmen und Investmentgesellschaften zurück. Nach eigenen Angaben arbeitet die Firma profitabel und hat im vergangenen Jahr ein Umsatzwachstum von 60 Prozent erzielt.

In den kommenden Monaten will Atheneum kräftig investieren, um die eigenen Methoden für die Marktforschung und den Ausbau des Netzwerks zu verbessern. Hauptinvestor Crosslantic Capital Management sieht hinter der Geschäftsidee ein Wachstumsfeld: Die Berliner Firma werde den Bereich Market Intelligence mit der Technologie für Wissensaustausch grundlegend verändern, so der Geldgeber.

Austausch mit erfahrenen Gründern

Crosslantic Capital Management ist als Tech-Finanzierer unterwegs. Der Investor steckt vorrangig Wachstumskapital in B2C-Unternehmen aus Europa und den USA sowie in technologiegestützte B2B-Dienstleistungen mit hohem Kapitalbedarf.

Statt über ausgewiesene Makler läuft der Wissensaustausch in der Start-up-Szene häufig in Branchennetzwerken oder über persönliche Kontakte. Wie wertvoll die Unterstützung durch erfahrene Gründer in einem Beirat sein kann, betont WiWo-Gründer-Kolumnistin Meike Haagmans.