Es geht wieder los: Schauspielstar Ashton Kutcher investiert in Berliner Start-ups. GoButler hat noch weitere bekannte Investoren überzeugt. Doch das Kutcher-Engagement könnte ein böses Omen sein.

GoButler setzt weiter auf den Promifaktor. Erst hatte sich Chef und Gründer Navid Hadzaad ProSieben-Moderator Joko Winterscheidt als prominentes Aushängeschild und Investor geholt, nun steigt US-Superstar Ashton Kutcher ein. Der Schauspieler beteiligt sich über seinen mit Madonnas Manager Guy Oseary betriebenen Wagniskapitalfonds Sound Ventures an einer Series-A-Runde über acht Millionen Dollar.

GoButler bietet einen Conciergedienst per SMS: Wer zu faul oder gestresst ist, um selbst Pizza zu bestellen, einen Tisch zu reservieren oder ein Hotel zu buchen, kann sich das abnehmen lassen. Eine (oder mehrere) SMS genügen. Zudem werden ausgefallene Wünsche erfüllt, wenn beispielsweise Müncher Fußballprofis die Freundin mit Rosen aus der Luft beglücken wollen, ist GoButler zur Stelle.

Der Service ist für die Nutzer kostenlos, nur eventueller Mehraufwand durch Lieferkosten wird berechnet. GoButler will sich durch Provisionen der Anbieter, bei denen beispielsweise das Essen geordert wird, finanzieren. Eine Million Anfragen von 100.000 Kunden hat das in sechs Ländern aktive Start-up bislang erhalten. Offiziell befand sich GoButler in der Beta-Phase, die wird nun beendet.

GoButler kämpft mit Magic um den US-Markt

Mit dem frischen Kapital will GoButler vor allem seine Präsenz in den USA weiter ausbauen, wo mit Magic ein ähnlicher Anbieter agiert. Angeführt wird die Finanzierungsrunde von General Catalyst Partners, zudem beteiligten sich Lakestar, Oliver Samwers Global Founders Capital, Slow Ventures, BoxGroup und Cherry Ventures.

Doch trotz dieser illustren Namen hat GoButler sein Ziel, Konkurrent Magic bei der Finanzierung zu überrunden, nicht erreicht: Die Amerikaner hatten zwölf Millionen Dollar eingesammelt, unter anderem vom vom legendären Wagniskapitalgeber Sequoia.

Und ob die Beteiligung von Kutcher ein gutes Omen ist, muss sich freilich noch zeigen. Schon einmal sonnten sich Berliner Start-ups im Glanz des Promiinvestors. Kutcher hatte in Amen und Gidsy investiert. Doch beiden Hype-Start-ups gibt es längst nicht mehr: Die Eventplattform Gidsy wurde von Getyourguide geschluckt, Felix Petersens Amen ging an Tape.tv. Allerdings trennten sich die Wege der Macher schnell wieder und im Frühjahr wurde Amen endgültig eingestampft.

Lesen Sie dazu auch:

Interview mit Joko Winterscheidt: Was sich der Moderator von GoButler verspricht