Intel setzt bei Drohnen auf Technik aus Deutschland. Der US-Konzern übernimmt die Firma Ascending Technologies aus Krailing bei München.

Der bayrische Drohnenhersteller Ascending Technologies zeigt einmal mehr, dass es in der deutschen Provinz erfolgreiche Unternehmen gibt – und ist damit nicht das erste Unternehmen, dass von einem amerikanischen Konzern übernommen wird. Bereits vor einem Jahr hatte Intel hatte die Technologie von Ascending Technologies schon vor einem Jahr auf die große CES-Bühne geholt. Bei einem Auftritt von Konzernchef Brian Krzanich wurde demonstriert, wie die deutschen Drohnen gepaart mit Sicht-Technologie von Intel anderen beweglichen Objekten ausweichen können.

Intel arbeitet daran, sein Geschäft über Chips für Personal Computer auszuweiten. Sie machen nach wie vor den Großteil der Umsätze aus, der Markt schrumpft aber. Als weiteres Standbein für die Zukunft sieht Intel die Vernetzung aller möglichen Gegenstände im Internet der Dinge.

Die Übernahme von Ascending Technologies zeigt aber auch, dass erfolgreiche Unternehmen nicht immer aus Berlin kommen müssen. Einer der größten Exits 2014 etwa vollzog sich fast lautlos in der süddeutschen Provinz. In Göppingen in Baden-Württemberg entstand die Idee zur Fernwartungssoftware Teamviewer, die mittlerweile in 30 Sprachen übersetzt wurde weltweit mehr als 200 Millionen Nutzer hat. 2014 wurde das schwäbische Start-up vom Private Equity Unternehmen Permira gekauft. Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart, aber in Medienberichten kursierte die Summe von 800 Millionen Euro.

Auch das Start-up Pixxio entschied sich ganz bewusst für einen Standort in Provinz: „Hier gibt es vielleicht nicht viele andere Start-ups, dafür aber viele interessante, mittelständische Kunden“, meinen die drei Gründer Richard Michel, Christoph Trautbeck und Andreas Gölkel. Das wurde belohnt: In einer Seed-Finanzierungsrunde konnten sie im August einen mittleren sechsstelligen Betrag einsammeln.