Sie arbeiten wie andere Unternehmen der Branche auch zudem an einer Cloud-Plattform. Wozu dient die, wenn die Berechnungen schon im Fahrzeug stattfinden?
Unser Ziel ist es, die Daten aus einzelnen Fahrzeugen zu dynamischen 3D-Karten zusammenzuführen. Die Navigation von Fahrzeugen kann das deutlich verbessern. Wenn ein Auto auf meiner Route schon einen Stau oder einen Unfall erkennt, lässt sich die Stelle einfacher umfahren. Auch für die Sicherheit ist die Cloud ein wichtiger Faktor.

Wie wollen Sie die Autohersteller davon überzeugen, Ihnen die Daten zu überlassen?
Es wird nicht dabei bleiben, dass Autohersteller sich einfach aller Daten bedienen können. Das wird reguliert werden, zugunsten der Autobesitzer. Letztlich werden die entscheiden, was mit ihren Sensordaten passiert – und an wen sie diese zum Beispiel verkaufen.

Wie weit ist Ihre Technologie?
Mein Mitgründer Daniel Cremers beschäftigt sich an seinem Lehrstuhl schon viele Jahre damit, auch in gemeinsamen Forschungsprojekten mit der Automobilindustrie. Als Unternehmen testen wir unsere Lösungen schon jetzt zusammen mit Technologiepartnern. Dabei geht es übrigens nicht nur um Autos – das Verfahren ist auch in der Robotik oder bei Drohnen relevant.

Was sind nächste Schritte für das Start-up?
Wir wollen unsere Forschungs- und Entwicklungsteams stark ausbauen, dabei hilft uns die Anschubfinanzierung sehr. Und wir wollen unsere bestehende Technologie in Fahrzeugen einsetzen. Daher sind momentan Test- und Entwicklungsprojekte für uns interessant – auch das ist schon ein großer Markt.

Vielen Dank für das Gespräch.