Keine festen Strukturen, wenig Gehalt: Die Arbeit in einem Start-up bietet Karrieremöglichkeiten, birgt aber auch Risiken. Was Sie beachten sollten.

Die Arbeit in enem Start-up ist für viele Jobsuchende nicht mehr nur ein Plan B, sondern der perfekte Berufseinstieg: Die Gehälter sind oft attraktiv – und die Karrierechancen aussichtsreich. Wichtiger ist vielen aber noch, dass sie traditionelle Pfade verlassen und etwas Eigenes machen können. Aber ist es nur immer nur Idealismus und der Wunsch, etwas mit aufzubauen und eigene Ideen zu verwirklichen, der die Attraktivität ausmacht? Denn bei den vielen Freiheiten warten immer auch Gefahren. Was Sie beachten sollten, wenn Sie für ein Start-up arbeiten, zeigen wir Ihnen auf den folgenden Seiten.

1. Geringe Gehälter

Gerade in der Anfangsphase des Start-ups wird nicht immer genügend Geld da sein, um ein angemessenes Gehalt zu zahlen; später sind vielleicht Innovationen wichtiger als die Aufstockung des Gehaltes. Wer in einem Start-up arbeitet, muss sich darauf einstellen, viel und lange zu arbeiten und dafür nur wenig zu verdienen. Es gibt zwar auch Ausnahmen. Doch sollte der Gehaltscheck nicht der Ausbildung entsprechen, stellt sich die Frage, ob sich die Höhe mit dem versprochenem Lerneffekt und der Eigenständigkeit rechtfertigen lässt.

 2. Freiheit bedeutet auch ein hohes Maß an Eigeninitiative

Keine festen Strukturen, flache Hierachien: Eine „Hands On“-Mentalität ist insbesondere für Start-ups wichtig. Das heißt aber auch, dass es keine abgrenzten Arbeitsbereiche gibt, sondern jeder dort mithilft, wo eben gerade Hände gebraucht werden. Nicht selten sind die Start-ups auch zu klein, um für jeden Mitarbeiter einen eigenen Aufgabenbereich bereitzustellen.

Das setzt aber ein selbstständiges Arbeiten voraus – mit einem hohen Maß an Eigeninitiative und Hilfsbereitschaft. Für all jene, die damit Schwierigkeiten haben, ist die Arbeit in einem Start-up sicher nicht der richtige Arbeitsplatz.

3. Chaos oder Struktur?

Gleiches gilt für Menschen, denen Struktur in ihrem Arbeitsalltag wichtig ist. Gerade in der Anfangsphase kann es in Start-ups chaotisch zugehen, weil schlicht die Erfahrung fehlt. Prozesse, die sich in großen Unternehmen schon längst etabliert haben, müssen in jungen Firmen noch aufgebaut werden. Gelingt das gut und schnell, ist auch das Risiko geringer, dass das Start-up direkt in der Anfangsphase scheitert.

 4. Wer wird eingestellt?

Junge Unternehmer stellen häufig Menschen in ihrem Alter sein. Weil die meisten Gründer zwischen 25 und 34 Jahre alt sind, sind auch ihre Angestellten nicht selten in diesem Alter. Andererseits sind gerade ältere Arbeitnehmer – auch im Bereich der Start-ups – höchst engagiert und können, nicht zuletzt aufgrund ihres Alters, eine gewisse Lebenserfahrung mitbringen, die dem ein oder anderen Start-up sicher gut tun würde.

5. Schnelle Veränderungen

Die meisten Start-ups wachsen sehr dynamisch – und verändern sich schnell. Das gilt als großer Vorteil, kann aber auch ein Nachteil sein: Beständigkeit wird man in einem Start-up nicht finden. Deshalb sollten sich Bewerber bewusst sein, dass auf sie, wenn sie in einem Start-up arbeiten wollen, schnelle Veränderungen zukommen können, mit denen sie sich arrangieren müssen. Dazu zählt auch eine hohe Personalfluktuation.

6. Wenn das Start-up pleite geht

Ein großer Teil der Start-ups überlebt das erste Jahr nicht. Das sollte Menschen bewusst sein, die sich für die Arbeit in einem neu gegründeten Unternehmen entscheiden. Im besten Falle sollten sie schon einen Plan B in der Tasche haben.