Kerstin Hinck will mit ihrem Start-up Apothekengeflüster Patienten helfen, ihre Medikamente richtig einzunehmen – und Apotheken mehr Umsatz bescheren.

Von Jürgen Salz

In wenigen Monaten hat Kerstin Hinck bereits 200 Apotheken als Kunden gewonnen, Tendenz steigend. Die bunten Aufkleber von Hincks Start-up Apothekengeflüster haben zum Beispiel Stefanie Koch, Apothekerin aus Düsseldorf, überzeugt: „Das ist besser, als den Kunden Taschentücher mitzugeben.“

Auf den Etiketten stehen zu den Medikamenten passende Warnhinweise wie „Bitte trinken Sie keinen Alkohol“. Die Etiketten, die Hinck produziert, kleben die Apotheker auf die Pillenpackungen. So bleiben wichtige Hinweise länger haften und erreichen auch Patienten, die keine Beipackzettel lesen. Der Vorteil für die Apotheker: „Wer sie nutzt, bietet seinen Kunden mehr als andere.“

Inspiriert hat Hinck eine Apotheke in Kanada, die mit solchen Etiketten arbeitete. Bevor sie Apothekengeflüster gründete, arbeitete die 32-Jährige in einer Hamburger Apotheke und bei einem Pharmaunternehmen.

Steckbrief
Apothekengeflüster

Start: 2014
Gründerin: Kerstin Hinck
Ihr Ziel: „Am besten alle 20 000 Apotheken in Deutschland als Kunden gewinnen.“
Nutzer: aktuell 200 Apotheken
Kosten: 50 Klebeetiketten für 1,90 Euro
Gewinn: Break-even ab 2015 geplant