Das Start-up AngelCab hat gestern in den Löwen kein Investment bekommen. Wie es für die Brüder weitergeht.

Mit Kinderwagen wollten die zwei Brüder, Vinzent und Luis Karger gestern die Investoren bei der Höhle der Löwen überzeugen. Mit ihrem Start-up AngelCab stellen sie die Kinderkutschen nur aus natürlichen und schadstofffreien Materialien her. Und produzieren in Deutschland. Die beiden Gründer wollten für zehn Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen 75.000 Euro von den Löwen. Das Besondere an ihrem Kinderwagen: Jeder kann sich das Produkt aus sieben Millionen Komponenten selbst zu bauen. Die Löwen fanden die Idee gut, wussten aber nicht, wie sie helfen sollen – und auch die Margen zu gering. Deshalb gab es kein Investment.

Im Interview erklärt Vinzent Karger, warum sie mit ihren Produkten in der Nische bleiben wollen – und wie es für das Start-up weitergeht.

WirtschaftsWoche Gründer: Wie haben Sie die Situation bei den Löwen erlebt?
Vinzent Karger: Obwohl  wir    kein    Investment    bekommen    haben,    war    das    Feedback    positiv.    Der  Monolog    des  Pitch    durfte    sich    auf    maximal    drei    Minuten    belaufen,    der    Dialog    danach    dauerte   dann    fast    zwei    Stunden.    Das    wurde    natürlich    alles    zusammengeschnitten,    wodurch  auch    nicht  alle  Level  des    Konfigurators    gezeigt    wurden.    Rückblickend    war  alles    einfacher  als    zunächst    gedacht,    auch    die    Aufregung    hielt    sich    in    Grenzen.

Woran lag es, dass Sie kein Investment bekommen haben?
Wir haben sehr hohe Herstellungskosten haben und das Investment lohnt sich langfristig einfach nicht. Das ist
generell auch das Problem mit Social Entrepreneurship. Wir könnten unsere Wagen auch ohne viel Probleme,
allerdings mit weniger Individualisierungsmöglichkeiten, zu viel geringen Kosten herstellen. Das wäre aber nicht das
gleiche Feeling.