Wie komme ich besonders flott von A nach B? Ally will Nutzern diese Frage mit einer kostenlosen App beantworten.

Von Christian Schlesiger

Für Tom Kirschbaum beginnt das „Endspiel der urbanen Mobilität“ mit autonom fahrenden Autos. In wenigen Jahren würden Menschen von Tür zu Tür gebracht. „Wir liefern den Fahrzeugen die Daten für optimale Routen“, sagt der 40-jährige Co-Gründer des Berliner Start-ups Ally. Das Unternehmen bietet eine kostenlose Mobilitäts-App, die Nutzern anzeigt, ob sie mit Bus, Bahn, zu Fuß oder per Carsharingauto am schnellsten ans Ziel gelangen.

Über die App sammelt Ally dann anonymisierte Verkehrsdaten, aggregiert sie und stellt sie Unternehmen wie Navigationsdiensten und Nahverkehrs- betrieben gegen Geld zur Verfügung. Der britische Verkehrskonzern Arriva, ei- ne Tochter der Deutschen Bahn, will bald etwa einen Bus testen, der seine Fahrstrecke dem voraussichtlichen Nutzerverhalten anpasst, denn auf Basis der Ally-Daten wisse man, wer wann wo mit welchem Ziel einsteigt.

Steckbrief

Ally

Start: 2013

Gründer: Maxim Nohroudi, Tom Kirschbaum

Mitarbeiter: 35 Büros: Berlin, Porto Alegre (Brasilien)

Kunden: Deutsche Bahn, Here, Lufthansa, Volkswagen u. a.

Produkt: Mobilitätsdaten aggregieren, auswerten, anbieten