Mit einem App-Store für den Immobiliensektor will das deutsch-schweizerische Start-up punkten. Jetzt stecken Geldgeber umgerechnet 2,3 Millionen Euro in das Unternehmen.

Ein Chat-Bot für typische Anfragen von Mietern, mehr Transparenz über Verbrauchsdaten für Hausbesitzer: Über die digitale Plattform von Allthings können heute bereits verschiedene Lösungen genutzt werden, um die Kommunikation zwischen Immobilien, Mietern und Vermietern zu verbessern. Jetzt erhält das Start-up mit Hauptsitz in Basel und Niederlassungen in Berlin und Freiburg im Breisgau eine neue Finanzierung, um den Immobilien-App-Store auszubauen: Der Fonds Creathor Venture steckt gemeinsam mit Privatinvestoren 2,5 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet 2,3 Millionen Euro) in das junge Unternehmen. „Wir glauben fest an die Digitalisierung von Mietimmobilien“,sagt Investment-Manager Alex Stöckl.

Die Finanzierung will das Unternehmen dazu nutzen, um die Plattform auszubauen. Dazu zählt der Plan, das Andocken von mehr ERP-Systeme von größeren Immobilienverwaltern zu vereinfachen. Darüber hinaus wolle man das Wachstum im europäischen Raum vorantreiben, sagt Marc Beermann, Mitgründer und COO von Allthings. Nach eigenen Angaben verzeichnet das 2013 gegründete Start-up mit aktuell 19 Mitarbeitern bereits ein positives Betriebsergebnis.

Investor Creathor Venture steckt innerhalb kürzester Zeit bereits zum zweiten Mal Geld in ein Unternehmen aus der sogenannten Proptech-Branche – Start-ups, die sich um technologische Lösungen im Immobiliensektor bemühen. Vor Allthings investierte der Fonds in die Berliner Immobilienfinanzierungs-Plattform iFunded. „Allein die Initialmärkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind riesig, und mit einem Digitalisierungsgrad nahe Null bieten sie ein erhebliches Potential für Allthings“, sagt Stöckl.