Das Start-up bringt Rechtssuchende online mit Anwälten zusammen. An dieses Modell glauben bestehende und neue Investoren.

„Schildern Sie bitte Ihren Fall”, lädt das Legaltech Advocado direkt auf seiner Startseite ein. Die Anfragen werden dann an pasende Rechtsanwälte geschickt, die eine kostenfreie Einschätzung und einen Preisvorschlag für das Mandat zurückspielen können. Nimmt der Interessent an, kommt ein Mandat zustande – und Advocado erhält eine Provision. Um dieses Modell auszubauen, erhält das Portal jetzt einen niedrigen siebenstelligen Betrag.

Das Geld stammt von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (MBMV) sowie mehreren Business Angels. „Der erfolgreiche Abschluss der laufenden Finanzierungsrunde ist ein weiterer Meilenstein für uns”, sagt Gründer und Geschäftsführer Maximilian Block, der das Unternehmen 2014 mit Jacob Sass gestartet hat. Die Seite richtet sich sowohl an Privat- als an Geschäftskunden. Nach eigenen Angaben sind auf dem Portal aktuell 325 Kanzleien registriert, mehr als 500 Unternehmen wurden bereits mit den passenden Anwälten vernetzt.

14 Mitarbeiter sind mittlerweile für das Unternehmen mit Sitz in Greifswald tätig. „Advocado hat derzeit das größte Potenzial am Markt, ein überregionales Aushängeschild von Mecklenburg-Vorpommern zu werden”, begründet Michael Meis von der MBMV die Investition. Die Beteiligungsgesellschaft hatte bereits vor knapp zwei Jahren in das heimische Start-up investiert. Neu dazu gekommen sind in dieser Runde der Unternehmer Wolfgang Blank, der langjährige SAP-Manager Dr. Wolfgang Kemna sowie Ingrid Hiesinger,  Geschäftsführerin der Essener Beteiligungsgesellschaft Revotech.