Zwei französische Start-ups sorgen dafür, dass die Gläser von Bar- und Restaurantgästen stets gut gefüllt sind. Ihre Herangehensweisen sind dabei aber grundverschieden.

Die Szenerie ist düster: Zwischen alten Gewölben und wenigen Glühbirnen ruhen zahllose Flaschen in einem Weinkeller. Schwer zu sagen wie viele genau. Die flüssigen Schätze, die dieser Ort beherbergt, erinnern an traditionelles Handwerk, an feinen Genuss und daran, dass der Einsatz von Apps und Co. hier so weit entfernt zu liegen scheint wie der Korken vom Flaschenboden. Mit einem Teil dieser Beschaulichkeit ist es dank des Start-ups Somm’It vorbei. Und das kann selbst Weinenthusiasten nur recht sein.

Mit seinem Tool für digitales Weinmanagement hilft Somm’It seit 2015 Restaurants dabei, immer den Überblick über ihr Weinangebot zu behalten. Vor allem Betriebe, die sich auf ein großes Angebot an edlen Tropfen spezialisiert haben, profitieren von der Lösung. Ist die Weinkarte immer auf dem neuesten Stand? Welchen Preis kann der Wirt berechnen? Wie viele Fässer und Flaschen befinden sich eigentlich gerade im Weinkeller?

Die vier Gründer Somm’It-Gründer Grégory Castelli, Jean-Baptiste Cordovado, Jérôme Goldstein und Gérard Basset liefern die Antworten. Basset, Starsommelier und unter anderem Träger des Titels „Master of Wine“, weiß, wie wichtig Datenmanagement gerade im Weinhandel ist: „Unser Tool erfasst stets den Bestand, erleichtert den Einkauf und optimiert die Weinkarte.“

In 30 Sekunden zum perfekten Cocktail

Auf diese Weise kann zügig auf Änderungen bei Nachfrage, Lagerung und in der Küche eingegangen werden. „Selbst erfahrene Sommeliers können mit Somm‘It viel Zeit sparen“, sagt Basset. Als Resultat warte auf die Genießer unter den Gästen eine reichhaltige und exquisite Auswahl an Rebensaft, während der Restaurantbetreiber bis zu 20 Prozent mehr Wein servieren können soll.

Höhere Durchflussmengen versprechen auch die ebenfalls französischen Gründer von Blendbow. Über einen Zeitraum von vier Jahren haben die Pariser Morgan Fellous und David Chanial den Barmate entwickelt, eine Profi-Mixmaschine, die im Handumdrehen Cocktails zubereitet. Das Konzept des Gründer-Duos verspricht Cocktail-Perfektion in Serie.

Einen Mojito gefällig? Kein Problem für den Barmate, der auch nach dem 10. oder 50. Cocktail immer noch die richtige Mischung aus Minze, Limettensaft, Rohrzucker und kubanischem Rum vermischt. „Der Barmate beherrscht von Haus aus 100 Rezepte und kann ganz einfach um weitere ergänzt werden“, sagt Morgan Fellous. „Zwei Klicks reichen, und innerhalb von 30 Sekunden wird der Cocktail zubereitet.“ Das funktioniert bis zu 150 Mal, bevor die Getränkereserven der sich selbst reinigenden Maschine wieder aufgefüllt werden müssen.

Also nahezu ein echter Allround-Barkeeper, der nicht nur gleichbleibende Qualität garantiert, sondern auch auf Kundenwünsche eingeht. Nur einen Wunsch kann der Barmate nicht erfüllen: Wein. Den schenkt er bislang nicht aus.

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