Zum Bewerbungsstart des diesjährigen Metro Accelerators präsentieren die Organisatoren gleich mehrere Erfolgsgeschichten – und ein weiteres Förderprogramm.

Als elf junge Unternehmen den Metro Accelerator powered by Techstars in Berlin zum ersten Mal mit Leben füllten, war noch nicht klar, wie weit es die Start-ups mit ihren vielversprechenden Ideen für die Digitalisierung der Gastronomie-Branche einmal bringen werden. Nun zeigt sich: 2015 und 2016 waren für sie lohnenswerte Jahre. Das dreimonatige Programm, das im Oktober 2015 zum ersten Mal gestartet wurde, hat sie reifen lassen – Teamarbeit, Organisation, Expansion, Produktentwicklung. Die erfolgreichen Alumnis sind Vorbilder für die Start-ups, die sich derzeit für die inzwischen dritte Runde des Programms bewerben.

Wie nachhaltig das Programm in Kooperation mit dem internationalen Start-up-Netzwerk Techstars tatsächlich war, zeigt sich nun vor allem im Rückblick: Mehr als 52 Millionen US-Dollar Investitionen konnten die Start-ups generieren, zehn der elf Teilnehmer sind weiterhin am Markt aktiv.

„Die enge Zusammenarbeit zwischen Techstars und Metro hat bewiesen, dass es für Investoren wie für Anwender einen hochattraktiven Markt für digitale Lösungen in Restaurants und Hotels gibt. Wir haben das Potenzial hier noch lange nicht ausgeschöpft“, sagt Jens Lapinski, Managing Director Techstars des Metro Accelerator. „Die dritte Runde des Accelerator wird hier in jeder Hinsicht Grenzen verschieben. Wir sind jetzt in einer Position, die Vertriebskapazitäten für digitale Produkte, die die Metro aufgebaut hat, voll auszuschöpfen. Dies gibt jungen Unternehmen einen signifikant besseren Marktzugang und somit Wettbewerbsvorteil.“

Diesen Vorteil konnten auch die Start-ups ausschöpfen, die im Herbst und Winter 2016 die Chance hatten, ihre Unternehmen weiter zu entwickeln. Sie haben das Weiterentwicklungspotenzial des Accelerators vollgenutzt und ihre bestehenden Geschäftsmodelle dafür auch mal komplett umgeworfen. Wie zum Beispiel „Frag Paul“.

Kooperation mit Metro lässt Kundendatenbank wachsen

Drei junge Männer aus Köln entwickelten bereits im Jahr 2014 die Idee, Dienst-, Urlaubspläne und Lohnabrechnungen für Gastronomiebetriebe per Software zu steuern anstatt über den Papierweg. Doch der Durchbruch ließ auf sich warten. Erst während der Teamarbeit im Accelerator trauen sich die Jungunternehmer, ihren ursprünglichen Namen „resment“ in „Frag Paul“ zu ändern und den virtuellen Personalassistenten so komplett neu zu branden.

„Der Namenswechsel ist erst durch das ehrliche und extrem hilfreiche Feedback zu unserer Außenwirkung entstanden. Das hätten wir ohne den Accelerator in der Form nie bekommen“, resümiert Marc Stratmann, einer der Mitgründer. Inzwischen arbeitet das Unternehmen mit Metro Cash & Carry Deutschland zusammen.  Durch diese Kooperation hat „Frag Paul“ bereits 600 Kontakte von Interessenten, sogenannte Leads, auf verschiedenen Messen und Veranstaltungen gewonnen.

Der Unternehmenserfolg von Flowtify wurde ebenfalls durch den Accelerator beflügelt. Der Anbieter für papierloses Qualitätsmanagement in Gastronomie und Lebensmittelbranche, hat vor wenigen Monaten den High-Tech Gründerfonds (HTGF) als Investor gewonnen. Für eine Beteiligung von 15 Prozent hat der HTGF 600.000 Euro in das Kölner Unternehmen investiert.

Bis zum 18. Juni bewerben

Erfolge, die sich sehen lassen können. Und so startet in diesem Jahr bereits die dritte Runde des Programms. Bewerben können sich die Start-ups bis zum 18. Juni 2017. Ab dem 11. September arbeiten die ausgewählten Bewerber drei Monate in gemeinsamen Räumlichkeiten in Berlin, um am Demo-Day im Dezember ihre Konzepte vor potentiellen Investoren und Branchenexperten zu präsentierten. Neben exklusivem Expertenwissen lockt der Accelerator junge Unternehmen mit finanzieller Unterstützung: Investments in Höhe von bis zu 120.000 Euro gibt es für aussichtsreiche Ideen.

Neben dem Accelerator für Geschäftsmodelle aus dem Hotel- und Gastronomiebereich gibt es in diesem Jahr erstmalig ein eigenes Programm für Start-ups aus dem Einzelhandelsbereich. Der Metro Accelerator Retail funktioniert genau wie das Hospitality-Programm, auch hier arbeiten Metro und Techstars zusammen, um innovative Ideen für die Digitalisierung des Einzelhandels zu finden.

Die Bewerbungsphase ist bereits abgeschlossen, im Juni geht es los, der Demo-Day ist am 6. September 2017.

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