Die E-Mail ist tot. Doch in vielen Unternehmen ist sie immer noch Standard – auch in Start-ups. Welche Programme als Ersatz geeignet sind.

Die E-Mail dürfte längst nicht mehr existieren, so oft wurde ihr schon der Tod prophezeit. Dennoch bestimmt sie immer noch das Geschäftsleben. Doch es gibt inzwischen jede Menge Alternativen, die besser geeignet sind, weil die Kommunikation schneller und zielgerichteter verläuft.

Inzwischen hat sich immerhin die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine E-Mail nicht so förmlich wie die Verwaltungssprache einer Behörde sein muss. Beispiel: „Melden Sie sich gerne telefonisch bei mir“ statt „Um telefonische Rückantwort wird gebeten“. Dennoch fressen diese auf die Tages-und Jahreszeit „individualisierten“ Höflichkeitsfloskeln wertvolle Zeit.

Zwar gibt es auch E-Mail-Nutzer die auf eine nette Anrede, Höflichkeitsfloskeln, und einem netten Gruß verzichten, um schneller auf den Punkt zu kommen. Je höher die Position im Unternehmen, desto knapper fallen in der Regel die E-Mails aus. Doch nicht jeder ist der CEO und hat den Mut, sich einen Zweizeiler als Antwort zu leisten. Gleichzeitig erwarten die meisten Adressaten aus Gewohnheit diese zeitraubenden Floskeln.

Gerade Start-ups haben zu viel zu tun und sollten Ihre Zeit nicht in den Austausch von belanglosen Nettigkeiten verschwenden. Doch bei den neuen Programmen geht es nicht um den bloßen Austausch von Nachrichten. Es werden soziale Netzwerke für Unternehmen geschaffen, die im personalisierten Newsstream beispielsweise Statusupdates von eigenen Projekten anzeigen. Die Erweiterung um zusätzliche Funktionen wie Formulare, Abstimmungen, Kalender mit Konferenzraumbuchung oder Hashtag-Suchfunktionen sind nahezu grenzenlos. Praktisch für Start-ups sind auch die Lizenzmodelle, die sich schnell auf die aktuelle Wachstumsphase anpassen lassen.

Großbanken benutzen seit Jahren einfache Chatprogramme für die interne Kommunikation, die schließlich den Ermittlern beim Beweis von Kursmanipulationen in die Karten spielte. Vielleicht hätten sich die Devisenhändler auch per E-Mail so hemmungslos und flapsig über ihre Manipulationen und über die Kunden ausgelassen. Doch die Gefahr ist in Chatprogrammen höher, durch lockere Formulierungen und Emoticons, schnell etwas in die Tasten zu tippen, was man nachher bereut.

Wer noch ausschließlich auf die bewährte E-Mail setzt, könnte den Einsatz der nachfolgenden Programme zunächst für die interne Kommunikation testen und dann sukzessive auf die häufigsten Kommunikationskontakte im Tagesgeschäft wie Hauptlieferant, oder wichtigste Kunden ausweiten. In so gut wie jedem Unternehmen ist jedoch auch die Nachrichtvermeidung eine sinnvolle Strategie, denn nur ein kleiner Teil ist häufig für den Empfänger relevant. Nachfolgend gibt es eine Auswahl an Programmen, die die Kommunikation per E-Mail ergänzen oder vielleicht in Zukunft sogar ganz ersetzen können.