Das Berliner E-Health-Start-up Ada sammelt in einer ersten institutionellen Finanzierungsrunde 47 Millionen US-Dollar ein und will mit dem Geld expandieren.

Wer sich krank fühlt, geht zum Arzt, das ist doch klar. Oder etwa nicht?

Wenn es nach den Gründern des Gesundheits-Start-ups Ada geht, kontaktieren Patienten in Zukunft bei leichtem Unwohlsein und ersten Krankheitssymptomen stattdessen Ada Health, eine App, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) durch einen Anamnesedialog führt und so den Nutzern hilft ihre Beschwerden zu bewerten.

Klingt nach Science-Fiction? Die Investoren jedenfalls glauben an die Idee und steckten in einer ersten institutionelle Finanzierungsrunde 47 Millionen US-Dollar (ca. 40 Millionen Euro) in das von Daniel Nathrath, Dr. Claire Novorol und Dr. Martin Hirsch gegründete Unternehmen.

1,5 Millionen Nutzer seit der Gründung

Unter den Geldgebern sind der US-Milliardär Len Blavatnik von Access Industries, der weltweit tätige June Fund sowie der Berliner Tech-Fonds Cumberland VC und der KI-Experte William Tunstall-Pedoe, der zu den Erfindern der in Amazons Alexa verwendeten Technologie gehört.

Die für Anwender kostenlose App Ada Health ist seit Ende 2016 für iOS und Android verfügbar und wurde eigenen Angaben zufolge bisher von rund 1,5 Millionen Menschen genutzt.