In einer Serie-B-Finanzierungsrunde sammelt das Tübinger Start-up Acousia, das Therapien für Innenohr-Erkrankungen entwickelt, zehn Millionen Euro ein.

Das Tübinger Biotechnologie-Unternehmen Acousia, das an der Erforschung und Entwicklung neuartiger Therapien für Innenohr-Erkrankungen und Pathologien arbeitet, erhält im Rahmen einer Series-B-Finanzierungsrunde zehn Millionen Euro.

Zu den Geldgebern gehören Creathor Ventures, LBBW Ventures und Bregua Corporation. Auch die bestehenden Investoren BIVF und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) investieren erneut.

Altersbedingter Hörverlust

Traditionelle Ansätze zur Reparatur von Hörverlusten konzentrieren sich auf die Prothetik, beispielsweise in Form von Hörgeräten. Die Acousia Therapeutics GmbH verfolgt einen anderen Ansatz und entwickelt Wirkstoffkandidaten, die die sensorische Funktion der Haarzellen in der Innenohrschnecke schützen, reparieren und wiederherstellen. Zielgruppe sind Patienten, deren Schwerhörigkeit durch ototoxische Medikamente, normalen Alterungsprozess, Lärm oder Hörsturz verursacht wurde.

Weiterentwicklung der Medikamentenkandidaten

„Der medizinische Bedarf für die Behandlung von Hörschäden ist enorm, und wir erwarten, dass er in den nächsten Jahrzehnten weiter drastisch ansteigen wird, vor allem aufgrund des demografischen Wandels, der zu mehr altersbedingtem Hörverlust führt“, sagt Dr. Michael Bös, CSO von Acousia.

Acousia wurde 2012 von den drei Partnern Hubert Löwenheim, EMC Microcollections GmbH und Boehringer Ingelheim Venture Fund GmbH (BIVF) gegründet. Das eingeworbene Geld soll in die weitere präklinische und frühe bis mittlere klinische Entwicklung der Medikamentenkandidaten fließen.