Der Next Media Accelerator will Gründern rund um Medien und Werbung helfen. Für die neue Runde werden die Kapazitäten deutlich erweitert.

Bis zu 100 Gründerteams will der Next Media Accelerator (nma) in den kommenden fünf Jahren unterstützen. In den vergangenen zwei Jahren wurden durch das in Hamburg beheimatete Programm 19 Start-ups aus zehn Ländern gefördert. Einige davon konnten bereits hohe Anschlussfinanzierungen realisieren – die Chatbot-Bauer von Spectrm etwa erhielten im vergangenen Sommer 1,5 Millionen Euro. Jetzt soll das Angebot des Accelerators deutlich ausgebaut werden.

Zum 1. Juli soll der erweiterte Fonds für mediennahe Jungunternehmen starten. Zwei Mal im Jahr können sich Start-ups für das sechsmonatige Programm bewerben. nma verspricht neben einer intensiven Betreuung bis zu 50.000 Euro an Finanzhilfe, verlangt im Gegenzug allerdings bis zu zehn Prozent der Anteile an den geförderten Start-ups. „Unser Ziel ist, der erste Ansprechpartner für die besten jungen Mediengründer aus Europa und Israel zu sein”, sagt nma-CEO Dirk Zeiler.

Offen für neue Ideen – und weitere Geldgeber

Initiiert wurde der Medien-Accelerator von der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Um in dem zweiten Fonds deutlich mehr Geschäftsideen rund um Inhalte, Werbungen, Technologien und Services nach vorne zu bringen, wurde der Investorenkreis deutlich erweitert. Aktuell fließt Geld von mehr als 20 verschiedenen Geldgebern, darunter große deutsche Verlage, regionale Zeitungshäuser oder auch die Hamburger Sparkasse.

Bis Ende des Jahres sind die nma-Macher noch offen für weitere Beteiligungen. Interessierte Unternehmen müssten bereit sein, zwischen 200.000 Euro und 1 Million zu investieren. „Dabei ist nicht entscheidend, ob diese Unternehmen groß und bekannt sind, sondern ob sie bereit sind, mit den nma-Startups zu arbeiten und deren Produkte zu testen und einzusetzen”, erläutert Bodo Kräter, Managing Partner der Unternehmensberatung Skillnet und verantwortlich für das Fundraising.