Das Software-Start-up erhält 10 Millionen Euro in einer ersten großen Finanzierungsrunde. Das Geld stammt auch von strategischen Industrie-Partnern.

Von 40 auf 80 Mitarbeiter in etwas mehr als einem Jahr: Das ist das ehrgeizige Ziel des Start-ups 3Yourmind, das verschiedene Softwareplattformen entwickelt, die Unternehmen den 3D-Druck erleichtern sollen. Eine Series-A-Finanzierung in Höhe von zehn Millionen Euro, die 3Yourmind jetzt bekannt gab, soll bei der Expansion helfen. „Wir werden nun massiv in den Ausbau des Vertriebsteams investieren und weitere IT-Talente einstellen, um die Produktentwicklung nochmals zu beschleunigen“, sagt Stephan Kühr, Gründer und Geschäftsführer von 3Yourmind.

Wachsen will das Start-up sowohl am Hauptsitz Berlin, als auch an den Stadorten im polnischen Breslau, im Silicon Vallley und in München. Zudem wird seit September 2017 ein neuer Standort in New York aufgebaut. „Unsere Plattform-Lösungen für den industriellen 3D-Druck stoßen bereits heute auf eine enorm starke Nachfrage bei US-Industriekunden“, berichtet Co-Gründer Aleksander Ciszek. Das 2014 gegründete Unternehmen wurde unter anderem 2016 mit dem Deutschen Innovationspreis ausgezeichnet.

Das frische Geld stammt von verschiedenen Investoren. Als führender Geldgeber tritt Unternehmertum Venture Capital Partners auf. Der bisherige Lead-Investor AM Ventures, die zum Technologiekonzern Eos gehört, zieht ebenfalls mit, genauso wie die Beteiligungsgesellschaft Coparion.

Enge Verzahnung mit der Industrie

Neu an Bord bei 3Yourmind ist zudem der schwäbische Werkzeugmaschinenbauer Trumpf, der selbst 3D-Drucksysteme im Angebot hat. „Wir fördern mittlerweile nicht nur die Entwicklung eigener Produkte, sondern investieren und unterstützen mit unseren Venture-Capital-Aktivitäten auch vielversprechende Start-ups“, sagt Fritz Lehman, der zuständige Investment Manager von Trumpfs Investment-Sparte.

Mit dieser Doppelstrategie ist Trumpf keineswegs das einzige Industrie-Unternehmen im Bereich 3D-Druck: Der Stahlkonzern Klöckner und der Technologiekonzern Körber sind beim Berliner Start-up BigRep investiert, die 3D-Drucker für den Industrieeinsatz bauen. Der bayerische Konkurrent German RepRap konnte im August Geld von der BayBG einsammeln.