In der Gründersendung von Vox stehen heute hilfreiche Mittelchen im Fokus – gegen Schnecken, für schöne Haut und für gesundes Zahnfleisch.

Drei Deals in der emotionalen ersten Folge, vier Deals in der unterhaltsamen zweiten Folge: Gemessen an den Investments nimmt die diesjährige Staffel von „Die Höhle der Löwen“ langsam an Fahrt auf. Heute Abend sendet Vox die dritte Folge. WirtschaftsWoche Gründer sammelt hier ab 20 Uhr wieder die besten Reaktionen aus dem Netz – und kommentiert die Geschehnisse auf der Mattscheibe im Liveblog.

Können dieses Mal gar fünf oder sechs Start-ups überzeugen? Nachholbedarf hätten einige der Juroren ja – Judith Williams beispielsweise, die bisher noch gar nicht investiert hat. Auch Dagmar-Wöhrl tritt mit einem Investment außer der Reihe bisher nicht allzu forsch auf. Zum Vergleich: Ralf Dümmel hat unterdessen schon drei Deals eingefädelt. Zur Einstimmung auf die heutige Sendung hier die Geschäftsideen im Schnelldurchlauf.

Schnexagon
Eine einfache und ungiftige Lösung gegen Schneckenbefall verspricht Solvoluta. Das Kieler Start-up vertreibt unter dem Markennamen Schnexagon einen Anstrich für Hochbeete, Beetumrandungen, Gewächshäuser und Töpfe. Darauf sollen die gefräßigen Schnecken nicht haften können. Das Gründer-Duo setzt sich aus der Biologin Nadine Sydow (30) und ihrem „Juniorpartner“ Peter Rehders (56) zusammen. Die Expansion ihres Start-ups wollen die beiden nicht länger im Schneckentempo angehen, sondern ihre Fühler nun ins Ausland ausstrecken. Sie bieten zehn Prozent der Firmenanteile – gegen ein Investment von 500.000 Euro.

BigBox Berlin
„Think inside the box“ ist das Motto von Steffen Tröger. Der 30-Jährige haucht mit seinem Start-up BigBox Berlin ausgedienten Seecontainern neues Leben ein. So entstehen mobile Bühnen, Pop-up-Stores, Büroräume – oder Schwimmbäder. Die Container gibt es wahlweise zum Mieten oder zum Kaufen. Der Gründer hat viele Ideen, was sich auf 15 Quadratmetern noch alles unterbringen lässt. Für die Umsetzung braucht er Kapital. Den „Löwen“ bietet er zehn Prozent seines Unternehmens, im Tausch gegen 300.000 Euro.

Grace Flowerbox
Ebenfalls in Berlin ansässig ist Grace Flowerbox. Das Start-up betreibt einen Blumenlieferservice mit Wow-Effekt: Ihre Blumensträuße kommen nicht einfach nur gebunden beim Kunden an, sondern in umfunktionieren Hutboxen. Hier gehört die Verpackung zum Gesamtarrangement. Die Gründer Nina Wegert (25) und Kirishan Selvarajah (25) erhoffen sich ein Investment in Höhe von 150.000 Euro und bieten im Tausch zehn Prozent der Firmenanteile.

Five Skincare
Mit seinen Naturkosmetik-Produkten will das Züricher Start-up Five Skincare nun auch den europäischen Markt angehen. Gründerin Anna Pfeiffer bietet deswegen 20 Prozent der Firmenanteile gegen eine Kapitalspritze von 70.000 Euro an. Der Name des Start-ups lässt es schon vermuten: Alle Produkte kommen mit maximal fünf Inhaltsstoffen aus. Die sind zudem noch vegan. Bisher hat die 35-jährige vier Produkte im Sortiment: einen Makeup-Entferner, eine Pflegecreme, ein Körperpeeling und ein Serum fürs Haar.

Getaway
Täglich 23 Stunden steht ein Auto in Deutschland im Durchschnitt ungenutzt herum. Das Start-up Getaway aus Berlin will das ändern – und mit durchdachter Technik die private Autovermietung voranbringen. Dazu rüstet das Team um Gründer Edgar Scholler (31) Privatautos mit einer Kommunikationsbox aus, dank der Fahrzeuge per App geöffnet werden können. Auto-Besitzer können ihr Vehikel per Smartphone zur Vermietung freigeben. Nutzer der App können verfügbare Autos sofort mieten und losfahren. Für den Ausbau des Fuhrparks erhofft sich der Gründer bei den „Löwen“ ein Investment 800.000 Euro. Er bietet dafür 20 Prozent seiner Firma.

Parodont
Zusammen mit seinem Vater Hüsnü Özkanli (66) hat der Berliner Zahnarzt Ismail Özkanli (44) das Unternehmen BeoVita Deutschland gegründet. Ihr wichtigstes Produkt vertreiben sie unter dem Markennamen Parodont – was nicht zufällig an Parodontose erinnert. Die verbreitete bakteriell bedingte Entzündung lässt das Zahnfleisch bluten und kann sogar zum Zahnverlust führen. Das Zahnfleischpflege-Gel des Start-ups verspricht hier Linderung. Für ein Investment von 100.000 Euro sind die beiden Gründer bereit, 30 Prozent ihrer Firma abzutreten.