Wenn sich Rocket Internet an einem Start-up beteiligt, kommt Wachstum vor Profitabilität. Doch es geht auch anders.

 Von Louisa Riepe

Man investiere in Internetfirmen, die in schnell wachsende Märkte vorstoßen wollen – so fasst Rocket Internet seine Philosophie zusammen. Nicht immer gelingt der Turbo-Kurs: Aus unterschiedlichen Gründen werden manche Start-ups ausgebremst, wachsen langsamer oder versuchen an einem neuen Standort ihr Glück. WiWo Gründer zeigt fünf Rocket-Internet-Beteiligungen, bei denen ein Raketenstart noch aussteht.

Zipjet

Der Wäsche- und Reinigungsdienst Zipjet wurde 2014 in London gegründet und ging ein Jahr später auch in Berlin, Dublin und Paris an den Start. Das Angebot an die Kunden: Dreckige Wäsche wird von zu Hause abgeholt und sauber und gefaltet zurück gebracht. 14,99 Euro kostet dieser Service beispielsweise für acht Kilo 30-Grad-Wäsche.

Doch die Expansion des Geschäftsmodells fand ein jähes Ende, als Zipjet den irischen Startort wieder schließen musste. Ein Grund dafür war wohl die starke Konkurrenz auf der Insel. Für die Gründer um Florian Färber bedeutete der Rückschlag einen Wendepunkt. Die Management-Strategie wurde – entgegen der klassischen Rocket-Strategie – noch einmal neu ausgerichtet. Inzwischen setzt das Unternehmen auf einen langsamen Wachstumskurs und will zunächst profitabler werden.