Das Start-up Patronus will kleine und mittelständische Unternehmen vor Cyberattacken schützen. Jetzt erhält es eine Finanzierung in sechsstelliger Höhe.

Das Berliner Web-Security Unternehmen Patronus hat in einer ersten Finanzierungsrunde Geld in sechsstelliger Höhe eingesammelt. Zum Kreis der Investoren gehören die Rheingau Founders sowie der Business Angel Bastian Mell, Gründer des Start-ups PaketPlus, einem Werbenetzwerk für Paketbeilagen.

Das Start-up Patronus will kleine und mittelständische Unternehmen, die über keine eigene IT-Abteilung verfügen, mit einer automatisierten Software vor Hackerangriffen auf ihre Websites schützen.

„Insgesamt ist man in Deutschland unzureichend auf das Thema Web-Security vorbereitet und das gilt nicht nur für kleinere Firmen, sondern auch für große“, sagt Mitgründer Matthias Friese. „Und das, obwohl man gerade in jüngster Zeit immer häufiger von weitreichenden und professionell durchgeführten Angriffen hört.“ Er müsse regelmäßig staunen: „Die Unternehmen schließen die Bürotür ab, aber ihr System ist offen.“

Kleinere Unternehmen von Cyberattacken bedroht

Tatsächlich ergab eine aktuelle Untersuchung des Bundesamtes für Sicherheit (BSI) in der Informationstechnik, dass immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen durch Cyberattacken bedroht sind.

Allein bis August 2016 waren insgesamt mehr als 560 Millionen verschiedene Schadprogrammvarianten bekannt (.pdf). Täglich werden circa 380.000 neue Varianten gesichtet.

„Der Schaden ist riesig“, sagt Matthias Friese. „Wenn beispielsweise ein Online-Shop für mehrere Tage offline ist, dann ist das nicht nur finanziell eine Katastrophe, auch die Reputation leidet, denn die Kunden verlieren das Vertrauen. Sie glauben nicht, dass ihre Daten in Zukunft hier noch sicher sein werden.“

Mit seiner Idee will Patronus Unternehmer vor solchen existenzbedrohenden Problemen bewahren.

Patronus wurde im Dezember 2015 von Matthias Friese (CEO) Jens Altmann (CTO) und Dominik Wojcik (CMO) gegründet und beschäftigt 20 Mitarbeiter.